Mein Leben und ich

Es ist erstaunlich, wie sich mein Leben in den letzten Jahren verändert hat. Seit 2012 bin ich Arbeitgeber für meine Assistenzkräfte, die ich täglich mit neuen Herausforderungen überhäufe. 😅

Ich selbst muss gestehen, dass ich absolut glücklich bin – endlich meine Freiheit bzgl. der eigenen Entfaltung durchzusetzen. Aber jeder weiß, dass das Leben immer zwei Gesichter hat. Wie beispielsweise auch die Theatemasken. Hiermit möchte ICH verdeutlichen, dass auch ich täglich zwei Gesichter besitze. Einerseits versuche ich meine eigenen Interessen zu vertreten – aber andererseits auch auf die Charakteristika der diensthabenden Assistenz. Doch mittlerweile schaffe ich diesen täglichen Spagat meist zu meinen Gunsten umzumünzen. 😁😄😇 Wie garantiert viele meiner Kollegen im Rahmen der Assistenznehmerschaft bestätigen können, ist die Entfaltung meiner Wünsche und Belange wichtiger. Es heißt nicht, dass sie stumpfsinnig ihre Arbeitszeit absitzen sollen, aber deren Entfaltung gehört in ihre Nicht-Assistenz-Zeit. Also dann, wenn sie in ihrem privaten Leben leben. Doch trotzdem bin ich der Auffassung, dass meine Assistenten grundsätzlich ein “Schatten” für mich sind. Sie ersetzen mir in erster Linie meine HÄNDE und von Zeit zu Zeit auch meine Beine und Füße. 😚

Momentan versuche ich mich jedoch etwas abzugrenzen. Denn mir wurde in letzter Zeit ziemlich oft unterschwellig suggeriert – bzw. auch offenkundig gesagt, dass Assistenzkräfte keine Freunde sind. Ich muss gestehen, ich neige schnell dazu in diesen Menschen auch Freunde mit Freundschaft zu sehen. Dennoch halte ich daran fest, dass ich mit bestimmten Assistenten auch ein freundschaftliches Verhältnis hege. Sofern sie es tolerieren. In diesem Zusammenhang muss ich heute gestehen, dass ich nicht sehr gut gelaunt bin. Heute würde ich mir wünschen ein paar Tage für mich allein zu sein. Denn an solchen Tagen muss ich mich ziemlich zusammenreißen – nicht etwas unschönes zu artikulieren.

Kurz um: Leben mit Assistenz ist immer ein Balanceakt meiner Gefühle und Bedürfnisse.

Hoffe – Du als Leser dieses Artikels – kannst es verstehen.

Share on Facebook

Ein Gedanke zu „Mein Leben und ich

  1. … selbstverfasste Kommentare als eigener Autor des Beitrags finde ich eigentlich nicht so prickelnd, dennoch muss es an dieser stelle einfach mal sein. ich muss gestehen mein beitragsinhalt ist gerade nicht ohne pappe, aber es soll aufzeigen, wie ich mich auch zeitweise fühle im leben. sicherlich es ist niemandes schuld oder an jemanden bestimmten gerichtet .. es ist einfach der ausbruch meiner person. hiermit wollte ich verdeutlichen, was der ständige druck durch leistungsträger und einem selbst (mir) heraussprudeln lässt.
    diese seite soll nicht nur zeigen wie ein assistenzmodell organisiert werden kann, sondrn auch ein einblick meiner gefühle, die ich zeitweise durchlebe.
    selbstvrständlich ist eine kombination zwischen assistenznehmer und -kraft nicht = freundschaft. doch mein innerstes streben hegt immer gern das gefühl von harmonie … :-*

    gruß LARS

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *